Entries categorized as 'Touristisches und Kulturelles'
So, ich bin jetzt endlich mal dazugekommen meine Fotos zu sortieren. Jetzt kann man also drei Picasa-Alben von mir bewundern…
Allgemeines:
Menschen:
Museum des Warschauer Aufstands:
Keines der drei Alben erhebt natürlich auch nur annähernd einen Anspruch auf Vollständigkeit
Categories: Alltäglicher Wahnsinn · Touristisches und Kulturelles
Heute war ich mal wieder im Museum - und zwar im größten Museum Polens.
Ich war von der Mittelalterabteilung und der Faras-Sammlung (frühchristliche Kunst aus dem heutigen Sudan) sehr positiv überrascht - ansonsten: Naja…
Irgendwie kann ich mit Kunst nicht so viel anfangen, wenn ich null Erklärung oder Zusammenhang habe. Ich weiß, Kunst kann man nicht erklären - vielleicht bin ich eine Banausin, aber letztlich interessiert mich eigentlich garnicht die Kunst, sondern das, was sie mir über die Stimmung der Zeit oder den Künstler sagt. Einfach nur ein Kunstwerk angucken hat für mich nur in den allerwenigsten Fällen Sinn. Ich frage mich, ob ich damit eigentlich in der Minderheit bin oder nicht. Ich würde ja gerne für ein Museum mit ausführlichen Erklärungstafeln plädieren, zur Not auch auf Kosten einiger Bilder, die dann im Archiv bleiben. Denn ich finde irgendwie, dass sich kein normaler Mensch so viele Bilder wirklich anschauen kann. Aber vielleicht liege ich auch da völlig falsch und alle anderen Museumsbesucher lieben es sich 100 verschiedene Bilder der flämischen Maler anzuschauen…?
Wie schonmal erwähnt, finde ich es außerdem nervig, wenn es keinen ordentlichen Rundweg durch ein Museum gibt und ich deshalb ständig überlegen muss, wie ich am schlausten laufe, um nichts zu übersehen. Wenn man sich das Museum ausführlich anschauen will (und nicht nur die paar highlights sehen möchte), dann ist ein Besuch von 2 1/2 Stunden auch zu kurz. Zum 20. Jahrhundert bin ich nicht mehr gekommen, weil ich ja nicht im Museum übernachten wollte.
Categories: Touristisches und Kulturelles
“Oper ist in meinen Augen eine nicht geglückte Kunstform.”
(Helmut Schmidt im Zeit-Magazin, 19. 12.07)
So, das musste ich einfach mal loswerden.
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18. Februar 2008 · 1 Comment
Kann man eine Hausarbeit über politische Kultur in Polen schreiben ohne im Museum des Warschauer Aufstands gewesen zu sein? Nein! Und was macht man, wenn das Wetter schlecht ist? In’s Museum gehen! Genau deshalb war ich gestern in so ziemlich dem modernsten Museum, das ich je gesehen habe. Sonst wird man ja museologisch in Polen nicht gerade verwöhnt (Ich erinnere mich mit Grausen an die sinnfrei aneinander gereihten Waffen im Wawel-Museum…), aber dieses Museum ist wirklich der Hammer. Schon allein innen-architektonisch einmalig. Es wird einfach jedes Medium benutzt und dabei auch noch sinnvoll eingesetzt. Eine sehr gute Mischung zwischen informativer und emotionaler Ansprache. Zwei Nachteile hat das Museum allerdings: Die Besucherführung ist verwirrend. Irgendwie bin ich manchmal den Aufstand von hinten und manchmal von vorne durchgegangen und die thematische Aufteilung war auch etwas konfus. (Es gibt an der Kasse wohl auch einen Plan, aber da gestern freier Eintritt war, war ich natürlich nicht an der Kasse.) Außerdem ist das Museum zu groß für einen Besuch. Wie ich so bin, habe ich mir am Anfang alles sehr genau angeschaut, nach zweieinhalb Stunden wollte mein Kopf aber einfach keine Infos mehr aufnehmen, aber da hatte ich schätzungsweise gerade mal die Hälfte gesehen. Im ersten Teil des Museum schob man sich so durch die Gänge (wie gesagt: freier Eintritt), im letzten Teil (wenn es denn der letzte war) waren kaum noch Leute und die sind auch nur so flüchtig durchgelaufen (wie ich). Ich habe dafür einen Museumsführer erstanden (erstaunlich günstig) zum in Ruhe nachlesen und nehme mir vor nochmal hinzugehen, dann fange ich vielleicht von hinten an.
Bilder gibt’s demnächst!
Categories: Touristisches und Kulturelles
1. Radek Knapp: Herrn Kukas Empfehlungen
2. Radek Knapp: Gebrauchsanweisung für Polen
Beide Bücher lassen sich in ein paar Stündchen vor dem Schlafengehen lesen und zeigen auf lockere Weise eine andere Welt auf. Im ersten Fall die Gedankenwelt eines “in den Westen” reisenden Polens. Im zweiten Fall die eines Polens, der versucht dem deutschsprachigen Publikum seine Heimat vorzustellen. Radek Knapp lässt auch wirklich kein einziges Stereotyp oder Vorurteil aus. Also wirklich eine Empfehlung für jeden, der Lust auf ein paar nette Lesestündchen hat. (Ich empfehle allerdings Herrn Kuka noch mehr als die Gebrauchsanweisung…)
Categories: Touristisches und Kulturelles
Laut Wikipedia ist ein Panda “eine Säugetierart aus der Familie der Bären (Ursidae)” - außerdem ist es der Titel eines super Projekts, das die Aktion West-Ost gemeinsam mit Trampolina und einer weißrussischen Organisation (Ich hoffe zwar mal, dass der weißrussische Geheimdienst besseres zu tun hat als mein Blog zu lesen - aber man weiß ja nie…) veranstaltet. Wir bauen im September mit ca. 45 Leuten einen Spielplatz für ein Kinderheim in Kozienice (eine Stadt zwischen Warschau und Lublin). Unterstützt werden wir dabei von Kukuk, einer deutschen Firma, die u.a. Spielplätze baut. Natürlich bauen wir nur mit Naturmaterialien und nicht mit Plastik und solchen hässlichen Dingen…Das Wochenende haben wir mit der Planung verbracht und jetzt beschäftigen uns so Fragen wie: Wie kriegen wir einen LKW Findlinge zu dem Kinderheim? Ich habe das Gefühl, wir haben die Unterstützung von halb Polen - deshalb werden wir auch auf diese Preisfrage wohl irgendwie eine Antwort finden!
Categories: Politik und Gesellschaft · Touristisches und Kulturelles
Obwohl ich die Drei-Farben-Trilogie von Kieslowski immer noch nicht gesehen habe, bin ich total begeistert vom polnischen Kino. Drei Filme, die ich wärmstens allen empfehlen kann, die anspruchsvollere Filme mögen:
“Dlug” (Die Schuld) von 99: Zeigt Polen in den 90ern, wo auf einmal ein ganzes Wertesystem zusammenbricht. Zwei junge Männer wollen ein Geschäft aufmachen und geraten dabei an einen Abzocker, der sie mit einer virtuellen “Schuld” erpresst.
“Symetria” von 03: Ein junger Mann gerät unschuldig in’s Gefängnis und dort sucht er sich auch noch die Abteilung für die “härtesten” Fälle aus. Sein Kontakt mit den anderen Häftlingen wirft Fragen nach Schuld und Gerechtigkeit auf. Dies steigert sich noch als ein Kinderschänder zu ihm in die Zelle kommt…
“Teraz ja” (Jetzt ich) von 05: Eine junge Frau erzählt ihrem Freund, dass sie nur schnell was einkaufen geht und haut ab. Wieso genau weiß sie auch nicht. Sie trampt durch Polen und ihr Freund sucht sie gleichzeitig.
Ich finde, es gibt wenig Sinn über Filme zu reden. Aber alle drei zeigen die Alltäglichkeit, die zwischenmenschlichen Beziehung und die “normalen” Menschen - und das mit einem Detailreichtum, beeindruckenden Bildern und der passenden Musik - so dass einfach alles perfekt zusammenspielt.
Die ersten beiden Filme habe ich in Krakow im Kino gesehen. Das ist jetzt schon eine ganze Weile her, aber ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich vor einem halben Jahr aus diesem Kino rausgegangen bin.
Allen drei Filmen ist übrigens gemeinsam, dass die Staatsgewalt sehr schlecht wegkommt.
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Krakow ist einfach eine großartige Stadt. Da kann ich gar nicht viel zu schreiben als: Herkommen! Am Montag hatten wir von PNTA eine Stadtführung, die kurz und knapp richtig Lust gemacht hat auf die Stadt. Ich weiß wirklich nicht, wann ich mir das alles anschauen soll – aber ich muss das einfach irgendwie hinkriegen. Allein die Atmosphäre auf dem Rynek (Marktplatz) ist genial. Am Dienstagabend hat für uns die „Old Metropolitan Band“ gespielt, angeblich die älteste Jazzband in Polen. Das war wirklich ein super Konzert. Vier alte Herren, die kaum noch laufen konnten, ein etwas jüngerer Schlagzeuger und eine gut aussehende junge Sängerin haben den ganzen Abend für uns gespielt. Eigentlich bräuchte ich auch noch richtig viel Zeit, um das Nachtleben Krakows zu entdecken. Aber letztlich wird das wohl zu kurz kommen. Die anderen Dinge gehen halt vor, vor allem, weil ich es Maryla nicht antun will jede Nacht spät nach Hause zu kommen (und ich würde es auch einfach von meinen Kräften her nicht auf die Reihe kriegen).
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