Ich war unterwegs, in Czestochowa, Olsztyn, Düsseldorf (+Umgebung), Wroclaw und Poznan - und es geht weiter mit Hannover, Eringerfeld, Osnabrück, Berlin, Düsseldorf. Also wundert euch bitte nicht, dass ich so wenig schreibe.
Aller Wahrscheinlichkeit nach werde ich noch bis Ende September hier bleiben - es bleibt also noch jede Menge Zeit für die Leute, die mich noch besuchen wollten!
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Notiz
8. Mai 2008 · No Comments
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Mexiko
3. April 2008 · No Comments
Da nutze ich doch mal das Post-Mexiko-Loch für einen Kurzbericht:
1. Das Land: Mexiko ist ein Traum, ein wirkliches “developing country”, kulturelle Vermischung zwischen Südamerika und USA (soweit ich das beurteilen kann). Spannend fand ich auch die Vermischung von vorchristlicher und christlicher Kultur (soweit man da von Vermischung sprechen kann - hmpf). Touristisch habe ich natürlich nicht so viel gesehen, aber letztlich mehr als gedacht…Fotos folgen. (Ich weiß, das schreibe ich immer.)
2. WorldMUN im Committee: Wie gesagt, ich habe Serbien im Social, Cultural and Humanitarian (SOCHUM)-Committee vertreten. Das Thema wurde letztlich Myanmar/Burma. Mir ging die Diskussionskultur und das nordamerikanische Tussengehabe größtenteils sehr auf die Nerven, ansonsten war es aber doch streckenweise ganz spannend. Was ich jetzt nun wirklich dabei gelernt habe, wird sich wohl später erst rausstellen.
3. WorldMUN allgemein: Teilweise gute bis sehr gute Parties, es wurde die ganze Zeit lang der “spirit” und die “collaboration” beschwört - ohne dass eigentlich irgendwer wusste, was das sein soll. Das oberflächliche Smalltalk-Gehabe für solche Veranstaltungen liegt mir einfach nicht…ich befürchte, dass das wirklich eine us-amerikanische Angewohnheit ist und überlege mir umso mehr, ob ein längerer Aufenthalt in den Staaten wirklich so erstrebenswert ist.
4. Die Gruppe war ziemlich krass. 20 starke Individuen - von sehr interessanten und netten Leuten bis zu ziemlich anstrengenden alles dabei. Auf jeden Fall eine spannende Gruppendynamik.
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Inzest und das Grundgesetz
13. März 2008 · No Comments
Mal was ganz anderes: Irgendwie bin ich heute ganz schön in’s Grübeln gekommen über das deutsche Rechtsverständnis etc. und ich frage mich inzwischen wirklich, worauf ein Inzest-Verbot beruht. Zum Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hat heute die Klage eine Geschwisterpaars abgelehnt, das gegen die Verfassungsmäßigkeit des Inzest-Paragraphen geklagt hat. (Zeit-Dossier) Gut, im ersten Moment habe ich auch gesagt: Natürlich - schließlich entspricht das auch nicht gerade meinem Moralempfinden von einer glücklichen Familie. Aber darf das entscheidend sein für so ein Urteil? Schließlich findet auch ein Großteil der deutschen Bevölkerung Homosexualität verwerflich. Ein Verbot der Homosexualität widerspricht aber auch dem Grundgesetz. Das einzige Argument, das gegen Inzest spricht, ist also die Beschädigung der Erbanlage, das nennt man auch Eugenik und damit begründet das BVerfG auch:
“Der Gesetzgeber hat sich zusätzlich auf eugenische Gesichtspunkte gestützt und ist davon ausgegangen, dass bei Kindern, die aus einer inzestuösen Beziehung erwachsen, wegen der erhöhten Möglichkeit der Summierung rezessiver Erbanlagen die Gefahr erblicher Schädigungen nicht ausgeschlossen werden könne.”
Das zweifelt niemand ernsthaft an, obwohl umstritten ist, um wie viel höher die Wahrscheinlichkeit für Erbschäden überhaupt ist. Meine Frage ist dann allerdings: Wieso dürfen Behinderte und spätgebärende dann Kinder kriegen? Und überhaupt: Wenn es wirklich das Erbgut ist, um das sich der Gesetzgeber Sorgen macht, (Was mir wiederum Sorgen machen würde, weil man damit in lebenswertes und unlebenswertes Leben unterscheidet) warum verbietet man dann nicht das Kinderkriegen, sondern den Geschlechtsverkehr?
Wenn man z.B. auf die Seite von M.E.L.I.N.A schaut, einem Verein von Inzestkindern, dann kann ich deren Anliegen soweit verstehen: Natürlich ist Inzest verbunden mit Vergewaltigung bzw. Missbrauch ein Verbrechen, aber dann ist doch nicht der Inzest das Verbrechen. Auch ein gleichgeschlechtlicher Missbrauch ist ein Verbrechen, aber da ist eben nicht die Homosexualität das Verbrechen, sondern der Missbrauch. Ich kann die Mitglieder des Vereins nicht so richtig verstehen, weil der Kampf für den Inzest-Paragraphen doch bedeutet, dass ihr Leben nicht wertgeschätzt wird. (Abgesehen davon, dass es dort eigentlich nie um Inzest mit beiderlei Einverständnis geht.)
Vielleicht wäre Jura doch ein passendes Studienfach gewesen…
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Ausflug nach Deutschland
7. März 2008 · No Comments
Nein, ich wurde nicht vom Erdboden verschluckt, ich habe nur einen kleinen Ausflug nach Deutschland gemacht. Eigentlich war der Plan vor zwei Wochen so: Ich schreibe Freitag und Samstag meine Hausarbeit zu Ende, am Samstagabend setze ich mich in den Zug und fertig. Am Donnerstagabend entschied mein PC aber nicht mehr hochzufahren, da dachte ich noch: “Lass ihn mal eine Nacht drüber schlafen.” Als er am Freitagmorgen immer noch nicht tat, beschloss ich einen Tag früher nach Hause zu fahren, da ich wusste, dass ich das ohne PC zur Problemlösungssuche und ohne Recovery-CD niemals hinkriege. Natürlich hatte ich eine Fahrkarte mit Zugbindung und musste mir eine neue kaufen, zum Glück konnte ich die alte zur Hälfte des Preise noch verscherbeln. Dann wollte ich eigentlich den Freitag wenigstens zum Gedankensortieren für meine Hausarbeit nutzen, aber eine meiner türkischen Mitbewohnerinnen musste wegen ihrer kranken Großmutter nach Hause fliegen, so dass ich die Hälfte des Tages damit beschäftigt war, ihr einen Flug zu suchen…abends war ich dann noch auf einer lustigen Party, wo ich dann leider um viertel nach neun gehen musste, um meinen Zug um halb 12 zu kriegen. Der Zug hatte dann ewig Verspätung. Ich war um zwei Uhr mittags in Deutschland. Es dauerte bis Sonntagmorgen und mein PC lief wieder. Wo jetzt nun eigentlich das Problem lag, weiß ich auch nicht. Ich bin mir nur ziemlich sicher, dass ich das ohne Hilfe nie hingekriegt hätte. An meiner Hausarbeit habe ich natürlich zu Hause nicht geschrieben, nur zum Gedankensortieren hat’s gereicht. (Ich habe das ganze Wohnzimmer mit kleinen beschriebenen Zetteln gepflastert.) Nach ein paar netten Tagen zu Hause, bin ich am Mittwoch zur Monster-Bundesausschusssitzung der Aktion West-Ost gefahren. Das waren wirklich schöne Tage, aber so anstrengend, dass ich schon ab Samstagmorgen keine Stimme mehr hatte. Am Montag morgen wollte ich dann eigentlich aufstehen und zum Zug fahren, aber mein Körper schrie nur ganz laut: “Nein, bleib liegen!” Dann habe ich meine Abfahrt wieder einmal verschoben, diesmal nach hinten. Am Dienstag habe ich dann noch Murphy persönlich getroffen: Es war Cebit und Verdi-Streik gleichzeitig in Hannover. Normalerweise kann man aber um 10 Uhr auch zu Cebit-Zeiten locker über den Messeschnellweg fahren. An diesem Dienstag hatte sich wohl wegen des Streiks alles etwas verzögert und um kurz vor 10 war immer noch Maßnahme A, d.h. man kommt nur bis zur Messe, kann aber von dort nicht weiter in die Stadt fahren. Also sind wir mit dem Auto über die Käffer gezuckelt und waren damit schon etwas spät dran. Als wir dann zum Bahnhof in die Straße einbiegen wollten, fuhren wir geradewegs auf die verdi-Demonstranten zu. Da kam ich mir echt vor, wie im Film…ich bin dann ausgestiegen und den Rest zu Fuß gelaufen. Zum Glück hatte der Zug ein paar Minuten Verspätung. Seit Dienstagabend bin ich jetzt wieder in Warschau, meine Hausarbeit befindet sich auf der fünften Seite und wird hoffentlich heute fertig. Das Semester hat wieder angefangen, ich muss eigentlich noch am diesen Wochenende mein Position Paper schreibe und dann geht’s bald nach Mexiko ![]()
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Was ich demnächst in Mexiko mache
16. Februar 2008 · No Comments
Ich fliege über Ostern nach Mexiko, genauer gesagt fliege ich nach Mexiko City und fahre von dort nach Puebla, wo ich mit 19 anderen Cusanern und Villigstern am World Model United Nations 2008 teilnehme. Ich habe die Ehre im Committee Social, Humanitarian and Cultural (SOCHUM) Serbien zu vertreten. Die Themen sind “Preserving Iraq’s Cultural Heritage” und “Democracy and Human Rights in Haiti”. Bis zum 15.3. haben wir (zum Glück sind wir zu zweit) die Aufgabe die Position Serbiens zu den Themen in Position Papers zu formulieren. Deshalb heißt die spannende Frage im Moment: Wie sieht die serbische Außenpolitik zum Haiti und zum kulturellen Erbe im Irak aus? Wie man sich vorstellen kann, ist es da mit ein bißchen googlen nicht getan. Alle Seiten sind voll mit Informationen über den Kosovo und ich frage mich, wo wir eigentlich suchen sollen. Denn wen außer uns interessiert schon die serbische Meinung zu Haiti?
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Frohes Neues Jahr!
1. Januar 2008 · No Comments
Ich wünsche euch alles Gute für das Jahr 2008, das bestimmt wunderbar werden wird.
Ich hatte keine Zeit für Jahresrückblicke und Co., da ich mit der Jungen Grafschaft und den Ermis in Hardehausen war. Ich hoffe ja, dass mal jemand von euch hier vorbeikommt - deshalb bedanke ich mich nochmal für die herzliche Aufnahme in eurem Kreis, obwohl ich ja eigentlich nicht zu euch gehöre. (Für alle, die das jetzt nicht checken: Ich bin von der adalbertusjugend - und um das alles zu verstehen sollte man mal auf der neuen Homepage der Aktion West-Ost vorbeischauen.)
Auf jeden Fall passte dieser Jahresabschluss zum Jahr 2007, das für mich in Sachen Aktion West-Ost ziemlich intensiv war. Für andere Jahresrückblicke bin ich gerade zu müde…
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