Polski Dziennik

Muzeum Narodowe

8. April 2008 · 4 Kommentare

Heute war ich mal wieder im Museum – und zwar im größten Museum Polens.

Ich war von der Mittelalterabteilung und der Faras-Sammlung (frühchristliche Kunst aus dem heutigen Sudan) sehr positiv überrascht – ansonsten: Naja…

Irgendwie kann ich mit Kunst nicht so viel anfangen, wenn ich null Erklärung oder Zusammenhang habe. Ich weiß, Kunst kann man nicht erklären – vielleicht bin ich eine Banausin, aber letztlich interessiert mich eigentlich garnicht die Kunst, sondern das, was sie mir über die Stimmung der Zeit oder den Künstler sagt. Einfach nur ein Kunstwerk angucken hat für mich nur in den allerwenigsten Fällen Sinn. Ich frage mich, ob ich damit eigentlich in der Minderheit bin oder nicht. Ich würde ja gerne für ein Museum mit ausführlichen Erklärungstafeln plädieren, zur Not auch auf Kosten einiger Bilder, die dann im Archiv bleiben. Denn ich finde irgendwie, dass sich kein normaler Mensch so viele Bilder wirklich anschauen kann. Aber vielleicht liege ich auch da völlig falsch und alle anderen Museumsbesucher lieben es sich 100 verschiedene Bilder der flämischen Maler anzuschauen…?

Wie schonmal erwähnt, finde ich es außerdem nervig, wenn es keinen ordentlichen Rundweg durch ein Museum gibt und ich deshalb ständig überlegen muss, wie ich am schlausten laufe, um nichts zu übersehen. Wenn man sich das Museum ausführlich anschauen will (und nicht nur die paar highlights sehen möchte), dann ist ein Besuch von 2 1/2 Stunden auch zu kurz. Zum 20. Jahrhundert bin ich nicht mehr gekommen, weil ich ja nicht im Museum übernachten wollte.

Kategorien: Touristisches und Kulturelles

4 Antworten bis hierher ↓

  • gast // 8. April 2008 um 8:56

    Na dann gebe ich dir einen kleinen Tip,

    Geh nicht ins Nationalmuseum sondern in das Königsschloss. Dort hängen die zwei wertvollsten Gemälde in Warschau.

    http://www.nos.nl/nosjournaal/artikelen/2006/2/13/130206_rembrandt.html

    Wenn du in Polen bekannte „westliche“ Künstler sehen möchtest, dann solltest du nicht in Staatliche Museen gehen, denn dort hat man fast alles erstklassige nach Russland (ins Eremitage Museum) bzw. Deutschland verfrachtet. Vielmehr solltest du Privatsammlungen besuchen, denn dort hat man die ganzen Rembrands, Da Vinci’s, Picassos und El Grecos während bzw. nach dem Krieg retten können.

    zB. im Czartoryski Museum…

    http://www.czartoryski.org/index.htm

  • gast // 8. April 2008 um 9:09

    Und hier noch die passende Erklärung zu dem was dich dort im Schloss erwartet…

    http://infographics-nos.kpn-is.nl/flash/docu/rembrandt.html

  • neleteresa // 8. April 2008 um 9:27

    Lieber gast,
    eigentlich ist mein Hauptanliegen garnicht „westliche“ Künstler zu sehen, sondern eher polnische. Nur wenn ich schonmal da bin, dann kann ich Rembrandt und Co. ja nun auch noch gleich mitnehmen. Das Grundanliegen meines posts bleibt aber so oder so bestehen: Ich möchte durch Kunst historische Hintergründe verstehen und nicht „das Kunstwerk auf mich wirken lassen“ or whatever. Ich behaupte mal, dass sich in diesem Punkt Privatsammlungen und staatliche Museen nicht groß unterscheiden.
    Im Czartoryski-Museum in Krakow war ich natürlich, nur in Krakow kam ich leider nicht zum Bloggen…
    Ich muss zugeben, dass ich es bisher noch nicht ins Schloss hier in Warschau geschafft habe, aber „wertvolle“ Bilder machen mich halt auch nicht unbedingt glücklich. Danke für deine links – ich würde auch gerne niederländisch können.
    Viele Grüße
    Nele
    P.S.: Kann mir jemand erklären, wieso ich den ersten comment bestätigen musste und den zweiten nicht?

  • Christoph // 9. April 2008 um 1:09

    Im wp-admin auf Options->Discussion->“Comment author must have a previously approved comment“ abwählen. Ich denk mal das müsste helfen :-)

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