Kann man eine Hausarbeit über politische Kultur in Polen schreiben ohne im Museum des Warschauer Aufstands gewesen zu sein? Nein! Und was macht man, wenn das Wetter schlecht ist? In’s Museum gehen! Genau deshalb war ich gestern in so ziemlich dem modernsten Museum, das ich je gesehen habe. Sonst wird man ja museologisch in Polen nicht gerade verwöhnt (Ich erinnere mich mit Grausen an die sinnfrei aneinander gereihten Waffen im Wawel-Museum…), aber dieses Museum ist wirklich der Hammer. Schon allein innen-architektonisch einmalig. Es wird einfach jedes Medium benutzt und dabei auch noch sinnvoll eingesetzt. Eine sehr gute Mischung zwischen informativer und emotionaler Ansprache. Zwei Nachteile hat das Museum allerdings: Die Besucherführung ist verwirrend. Irgendwie bin ich manchmal den Aufstand von hinten und manchmal von vorne durchgegangen und die thematische Aufteilung war auch etwas konfus. (Es gibt an der Kasse wohl auch einen Plan, aber da gestern freier Eintritt war, war ich natürlich nicht an der Kasse.) Außerdem ist das Museum zu groß für einen Besuch. Wie ich so bin, habe ich mir am Anfang alles sehr genau angeschaut, nach zweieinhalb Stunden wollte mein Kopf aber einfach keine Infos mehr aufnehmen, aber da hatte ich schätzungsweise gerade mal die Hälfte gesehen. Im ersten Teil des Museum schob man sich so durch die Gänge (wie gesagt: freier Eintritt), im letzten Teil (wenn es denn der letzte war) waren kaum noch Leute und die sind auch nur so flüchtig durchgelaufen (wie ich). Ich habe dafür einen Museumsführer erstanden (erstaunlich günstig) zum in Ruhe nachlesen und nehme mir vor nochmal hinzugehen, dann fange ich vielleicht von hinten an.
Bilder gibt’s demnächst!
Museum des Warschauer Aufstands
18. Februar 2008 · 1 Kommentar
Kategorien: Touristisches und Kulturelles
1 Antwort bis hierher ↓
M // 18. Februar 2008 um 9:52
wir warten auch noch auf Bilder von deinem Haus und der Wohnung